Freitag, 9. August 2013
6. Tag Sprung nach Süden
und was haben wir davon... den ersten Regen, aber nur die letzten km.
Nach gutem Frühstück, Aufbruch gegen 10.00h. Wir haben eine gute Strecke vor uns, wollen so bis Frankfurt Oder, oder...... weiter.
Chefin weigert sich einen vernünftigen Text zu schreiben.. also versuche ich mal was auf den Bildschirm zu tippen.
So gegen 10.15 Uhr sind wir in Katzow losgefahren. Zunächst Richtung Schwedt. Ein Teil der Strecke ging heute immer wieder mal durch Polen, dazu später mehr.
Auf deutscher Seite herrschte absolute Trostlosigkeit, eine wirklich schöne Landschaft, aber die Dörfer, trostlos, ein anderes Wort kann ich nicht finden.
Auffallend ist, dass vieles verfällt, es kümmert sich niemand um teilweise noch tolle Substanz. Und gepflegt und sauber ist anders....anders in Polen...
Selbst später in Frankfurt/Oder herrschte um 16.30 Uhr ein Betrieb wie auf Kochs Ecke um Mitternacht.
Drei- teilweise vierspurige Fahrbahnen, ich frage mich wofür, ich konnte ohne jede Gefahr slalomfahren, es war niemand da...um 16.30 Uhr.
Hier ist der Gesichtsausdruck der Angela verständlich....
An die Oder kommt man nicht.. anders als bei Rhein und Mosel...keine Uferstraße..
Wir sind bis Guben gefahren und in dem wunderschönen Wellnesshotel Waldow untergekommen. Preis-Leistung-Essen super.

So jetzt zu den Polen.. während in Deutschland Jogginghose und Schlabbershirt vorherrscht, nicht wirklich was aus Eigeninitiative geschieht, so der Eindruck, wird in Polen etwas getan... man hat das Gefühl, jeder wuselt, tut etwas, versucht ein paar Euro zu machen.. überall Leben..auf den Straßen sieht man Menschen.... selbst in Frankfurt/ Oder kaum jemand auf der Straße, viele aufgegebene Geschäfte... überhaupt nichts los....wenn Hügel vorhanden wären...Balken drüber, zusch....
In unserem Hotel liegt ein Zettel.... der Hotelier soll fast 400 € zahlen, weil er Hinweisschilder auf den Neißeradweg aufgehängt hat... ist das nicht Aufgabe der Verwaltung... Ich befürchte... der komische Typ
( Sarazin ???) hat recht...
Deutschland schafft sich ab... bereits auf dem internationalen Goldwingtreffen am Bergsee Ratscher bei Suhl, ist mir aufgefallen, dass alle anwesenden Biker aus 22 Nationen sehr gut Englisch sprachen... die Deutschen waren sprachlos...

Die Dörfer in Polen.. man sieht das fehlende Geld, aber jeder versucht etwas, alles ist sauber, gepflegt..
Ich war sehr positiv überrascht, ich dachte wir hätten noch etwas Vorsprung... durch den Soli... langsam werd ich auf die Verteiler der Kohle die man mir/ uns abhält echt sauer...
Noch was zu den Polinnen... sehr hübsch.. das ist auffallend, alles am rechten Fleck, und mutig, manche standen ganz alleine im Wald am Straßenrand.

zu den Fakten nur kurz:
gesamt Fahrstrecke mittlerweile ca 1730 km, heute morgen haben wir getankt...davon ist nun nichts mehr übrig. Morgen soll`s nach Tschechien gehen...mal sehen wo wir landen.

... comment